Zweifelhafte Partnerschaft

Heute morgen wandelte ich, wie so oft in den letzten Wochen, in der Bibliothek umher.* Da fiel mir beim Verlassen der neue „Spiesser“ ins Blickfeld und ich dachte mir, nimm mal mit, solche Lektüre kann man immer mal lesen. Als ich zu Hause war schaute ich es mir dann tatsächlich mal an. Wie immer war das Magazin nicht überragend, aber ganz okay.

Doch nach einer Weile stockte ich. Nach einem Bericht über Adlige an Hochschulen gab es ein Gewinnspiel. Dort konnte man doch tatsächlich einen irischen Adelstitel gewinnen! Da ich gerade nichts zu tun hatte, setzte ich mich an den Laptop und gab die Adresse ein. Nach langem scrollen fand ich die entsprechende Seite und war eher ernüchtert. Nötige Registrierung! Na da hatte ich keine Lust drauf.

Eine Registrierung für einen möglichen Adelstitel? Dafür war er mir nicht wichtig genug. Da ich, wir erinnern uns, nichts zu tun hatte, scrollte ich mal weiter auf der Suche nach Preisen, die mich evtl. doch zu einer Registrierung nötigen könnten. Irgendwann fand ich dann ein Gewinnspiel für die DVD „Taste the Waste“.

Ein interessanter Film, mal schauen, was die von mir wollen:

Was würdet ihr tun, um das Weltklima zu retten (z. B. Containern gehen, auf importierte Produkte verzichten oder nur noch vom Bauern um die Ecke kaufen)?

Da findet man doch bestimmt eine passende Antwort. Fast wollte ich mit dem Tippen beginnen, da fiel mir der Kooperationspartner des Spiessers für das Gewinnspiel auf: RWE!

Atomkraftwerksbetreiber RWE und Klima-Gewinnspiel, das ist wie Iran und Demokratie!

 

Liebe Spiesser-Redaktion,

Ich kann verstehen, dass Sie Geld benötigen und LeserInnen behalten wollen. Doch so einen Pakt mit dem Teufel eingehen? Beim nächsten mal lasse ich Ihre Zeitung liegen und rühre sie nicht mehr an. Was würden Sie denn sagen, wenn ich gemeinsam mit Mahmud Ahmadinedschad eine neue Verfassung für Syrien ausarbeiten würde? Sie würden mich zerreißen.

Denken Sie darüber einmal bitte nach!

Mit freundlichen Grüßen,

Tim

 

* Ich wohne mittlerweile in Mannheim um dort Geschichte und Politik zu studieren, maße mir aber dennoch an, hier weiter meine Meinung zu äußern.

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3 Gedanken zu „Zweifelhafte Partnerschaft

  1. Pingback: Aufreger in der Uni Bibliothek « Erste Schritte in den Quadraten

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