Neue Technik und dann?

Die Tage verbrachte ich wieder mehrere Schulstunden in einem der so genannten „Medienräume“ unserer Schule. „Medienräume“, dachte ich mir, „ Das sollten doch Räume sein, in denen aktiv die neuen Medien genutzt werden.“ Ich saß also da mitten im Deutschunterricht und brütete, wann wir denn das letzte Mal das so genannte Smartboard benutzt hatten. Nie!

Samartboards, dass sind digitale Tafeln. Die Tafelbilder von Smartboards können als PDF-Dateien gespeichert werden und den SchülerInnen nach dem Unterricht digital zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich haben sie auch eine integrierte Beamerfunktion, sodass man Filmchen und Präsentationen abspielen kann. Sie sind also eigentlich eine richtig tolle Sache für abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung.

Ein SMARTBoard Quelle: CC-BY-NC-SA Craig Taylor

Aber immer wieder stellt sich heraus, dass die LehrerInnen mit den neuen Geräten nicht zurechtkommen. Schulen schmücken sich mit diesen Objekten aus, doch im Endeffekt ist es hinausgeworfenes Geld, wenn nur eine Hand voll LehrerInnen sie benutzen können.

Oft müssen SchülerInnen den LehrerInnen beim Umgang mit der Schultechnik helfen. Das bezieht sich nicht nur auf die oben genannten Smartboards, sondern auch auf das anschließen handelsüblicher Beamer oder die Nutzung von einfachen DVD-Playern. Doch was ist wenn sich auch die SchülerInnen, beispielsweise aus jüngeren Jahrgangsstufen, nicht mit der Technik auskennen?

An den meisten Schulen gibt es eine IT-Beauftragte-Lehrperson, die bei oben genannten Problemfällen herangezogen wird, um den löblicherweise mit neuen Medien gestalteten Unterricht dann doch – Nachdem die Hälfte der Stunde mit Diskussionen, beispielsweise über die Funktionsweise des Beamers, verbracht wurde – noch reibungslos ablaufen zu lassen.

DAS kann es doch nicht sein!

Es ist wichtig, dass alle LehrerInnen mit den „neuen“ technischen Instrumenten in der Schule umgehen können, denn nur so können alle SchülerInnen von deren Anschaffung profitieren. Es muss also viel mehr Fortbildungen und Weiterbildungen auf diesem Gebiet geben. Vielleicht sitzen die SchülerInnen künftiger Generationen, so nicht mehr im Medienraum und rätseln über die letzte Benutzung der eigentlich sehr sinnvollen Smartboards.

Dieser Artikel von mir erscheint gleichzeitig im Blog der NRW Jusos.

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Ein Gedanke zu „Neue Technik und dann?

  1. Wir haben so ein Smartboard in meiner Schule in Norwegen in jedem Klassenraum. Richtig krasse Teile. Die sind aber auch kompliziert. Aber man sollte schon in Fortbildungen investieren statt oberflächlich Dinge anzuschaffen, die niemand bedienen kann, bevor sie wieder kaputtgehen!

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